Studienpreise 2009

- Sarah Hagelstein, Alexandra Dold, Franziska Pohl, Almut Herrenbrück, Stefanie Klott, Shala Kolyai
Im Rahmen der Eröffnung des Akademischen Jahres 2009/10 am 8. Oktober 2009 werden erstmalig Studienpreise der Hochschule für Bachelor- und Masterarbeiten verliehen.
Stifter der Preisgelder sind das St. Josefshaus Herten, die Wilhelm Oberle-Stiftung Staufen, der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der DAAD – Deutscher Akademischer Auslandsdienst.
Prof. Dr. Edgar Kösler: "Mit der Vergabe von Studienpreisenschulpreisen will die Katholische Hochschule herausragende Leistungen von Studierenden anerkennen und stärker in das öffentliche Bewusstsein bringen. Zum einen soll dadurch der Transfer der Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Arbeiten in die Praxis befördert werden. Zum anderen wollen wir die Preisträgerinnen ein wenig ins Rampenlicht stellen und dadurch berufliche Kontakte, im Sinne einer Networking-Starthilfe, vermitteln helfen."
Preise im Einzelnen
Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart stiftet einen Preis in Höhe von 500,- EURO für zwei Arbeiten, die im Nachgang des Lehr-Forschungsprojekts (im Master Soziale Arbeit) "Pflegende Söhne" entwickelt wurden. Das Preisgeld wird geteilt.
- Almut Herrenbrück erhält für ihre Masterarbeit (Soziale Arbeit) "Pflegende Söhne: Gängige Rollenmuster oder neue Lebensentwürfe?" ein Preisgeld in Höhe von 250,- EURO. Frau Herrenbrück geht der Frage nach, ob sich in der Übernahme der familiären Pflege von Söhnen neue Lebensentwürfe abbilden.
» Abstract der Masterarbeit
- Stefanie Klott wird für die Masterarbeit (Soziale Arbeit) "Ich wollte für sie sorgen. Die Situation pflegender Söhne: Motivation, Herausforderungen, Bedürfnisse." mit 250,- EURO ausgezeichnet. Frau Klott beschäftigt sich mit dem Thema der Motivation pflegender Söhne und mit den speziellen Herausforderungen, denen sie sich zu stellen haben.
» Abstract der Masterarbeit
Die beiden Masterthesen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Schließung einer Forschungslücke im Bereich der Arbeit mit pflegenden Angehörigen. Für die verbandliche Caritas und ihre Einrichtungen ergeben sich aus beiden Arbeiten richtungsweisende Handlungsoptionen, die für einen bedarfsgerechten Zuschnitt sozialer und pflegerischer Dienstleistungen äußerst relevant sind.
Das St. Josefshaus Herten vergibt einen Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 500,- EURO.
- Franziska Pohl erhält diesen Preis für ihre Bachelorarbeit (Soziale Arbeit) "Seniorentheater. Salutogenese und Lebensqualität durch Theaterarbeit im Alter?" Zur Frage der Effekte, die durch Seniorentheaterarbeit erzeugt werden, gibt es kaum systematische empirische Analysen. Frau Pohl greift dieses Manko mit ihrer Bachelorarbeit auf und erschließt damit ein neues Forschungsfeld in der angewandten Gerontologie.
» Fazit der Bachelorarbeit
Die Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen vergibt ihren Preis ebenfalls an zwei Preisträgerinnen für ihre Bachelorarbeiten.
- Alexandra Dold wird für die Bachelorarbeit (Soziale Arbeit): "Polizei und soziale Hilfe als soziale Systeme. Chancen und Grenzen der Koordination." mit 750,- EURO ausgezeichnet. Frau Dold ist als Polizistin und Bachelorabsolventin in zwei Welten zu Hause: in der Welt der Polizei als auch in der Welt der Sozialen Arbeit. An zwei konkreten Beispielen weist sie Chancen und Grenzen einer Koppelungsarbeit von Polizei und sozialer Arbeit aus: Am "Projekt Jugendschutz Karlsruhe" mit seinen Jugendschutzteams, seiner Präventionsarbeit beim Verkaufspersonal, bei Eltern, in Schulen und Vereinen, sowie am "PräRie-Konzept" in Freiburg mit dem Problem des übermäßigen Alkoholkonsums im so genannten "Bermuda-Dreieck", bei dem Polizei, Suchtfachleute, Vertreter der Jugendhilfe und Ehrenamtliche zusammen arbeiten.
- Lena Rother erhält für ihre Bachelorarbeit (Soziale Arbeit) "Wie können mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) erreicht werden?" ein Preisgeld in Höhe von 250,- EURO. Frau Rother zeigt auf, dass Migrantenjugendliche strukturell wenig am FÖJ partizipieren und führt dies in erster Linie auf deren Bildungs- und Ausbildungssituation zurück. Sie stellt die Bedeutung des Engagements in Freiwilligendiensten heraus und plädiert für eine Öffnung dieser Dienste für Migranten.
Im Rahmen des Festaktes wird zudem der diesjährige DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an
- Shahla Kolyai übergeben. Das Preisgeld beträgt 1.000,- EURO.
Dieser Preis wird Frau Kolyai für ihren vorbildlichen Einsatz für den interreligiösen und interkulturellen Dialog verliehen: U.a. setzt sie sich intensiv für Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund an der Anne-Frank-Grundschule in Freiburg ein. Auch im Rahmen des Patenschaftsprogramms für ausländische Studierende der KFH Freiburg engagiert sie sich in hohem Maße, um Studierenden aus anderen Ländern und Kulturen beim An- und Zurechtkommen in Deutschland behilflich zu sein.
Kontakt
Barbara Hirth
Marketingassistenz, Kommunikation
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