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Masterstudiengang Angewandte Ethik im Gesundheits- und Sozialwesen

Der Masterstudiengang wird aktuell nach den staatlichen Vorgaben reakkreditiert. Die sehr positiven Rückmeldungen von Studierenden und Lehrenden haben deutlich gemacht, dass die Konzeption des Studiengangs keiner umfassenden Revision bedarf. So wurden einige Detailänderungen vorgenommen, um Prozessorientierung und Forschungsanteil im Studium zu stärken. Die neue Studien-Prüfungsordnung wird im Laufe der kommenden Wochen auf dieser Seite veröffentlicht. 

Ethik im Berufsalltag: Einleitende Vorbemerkungen

Themenvielfalt, Interdisziplinarität und Praxisbezug sind für die Absolventen und Absolventinnen des Masterstudiengangs herausragende Qualitätsmerkmale des berufsbegleitenden 3-semestrigen Masters. Studiengangsleiterin Prof. Dr. Erika Adam: "Die Studierenden waren neben dem Erwerb neuen Wissens „an sehr viel Raum für Diskurs“ interessiert. Ich sehe hierin eine der großen Stärken des Studiums: „Die Studierenden finden die unterschiedlichen Perspektiven sehr bereichernd."

Interdisziplinarität und Praxisrelevanz zeichnen die Lehrveranstaltungen aus: die Methode des Teamteaching ist Alltag. Dabei lehren nicht nur Dozentinnen und Dozenten verschiedener Fachdisziplinen, sondern auch Praktiker, wie zum Beispiel Leiter von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens.

Ethische Fragen in Grenzsituationen und im normalen beruflichen oder privaten Alltag

Der Umgang mit Krankheit und Behinderung? Die Möglichkeit eines menschenwürdigen Sterbens? Das Recht auf Selbstbestimmung? Die Fragen der Verteilung begrenzter Ressourcen und sozialer Gerechtigkeit ...

Im Gesundheits- und Sozialwesen treten zunehmend ethische Fragestellungen auf, die jeden Einzelnen betreffen, aber auch die Gesellschaft als Ganzes.
Organisationen sowie ihre Mitarbeiter/-innen stehen vor der Herausforderung, wie sie ihr Leitbild und ihre professionellen Grundsätze angesichts der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verwirklichen können. Es besteht ein hohes Interesse und ein großer Bedarf an ethischer Reflexion, Beratung und Kompetenzerweiterung auf den unterschiedlichsten Ebenen.

In Leitungsfunktionen gewinnt eine werteorientierte Führung eine immer größere Bedeutung. Lehrende werden benötigt, die eine ethische Fachkompetenz besitzen. Denn schon in der Ausbildung sollen Professionelle lernen, ethische Konflikte zu identifizieren und ihre Entscheidungen aus ethischer Sicht zu hinterfragen und zu begründen.

Angewandte Ethik: Profil des Studiengangs

Ziel des Studiengangs ist, dass die Absolventinnen und Absolventen in ihre jeweiligen Berufsfelder ethische Kompetenz einbringen und ethische Konflikte aus mehrdimensionaler Perspektive bearbeiten können.

Als Absolvent/in dieses Studiengangs können Sie:

  • ethische Fragen im Gesundheits- und Sozialwesen erkennen und wissenschaftlich reflektieren
  • ethisch argumentieren und eigene Standpunkte begründen
  • religiöse und kulturelle Werthorizonte erschließen
  • in ethischen Reflexionsprozessen und Konflikten beraten und begleiten
  • Ethik lehren
  • ethische Standpunkte in gesellschaftlichen Diskursen vertreten
  • ethische Fragen in unterschiedlichen Handlungsfeldern analysieren und
  • ethisch begründete Interventionen entwickeln

Den Studiengang zeichnet aus

  • Mehrdimensionalität
    Angesichts der Komplexität der Problemfelder sind mehr dimensionale ethische Reflexionsmodelle und -methoden notwendig, die den Blick über die individuellen Klienten- und Arbeitsbeziehungen hinaus auf Führungsund Organisationsaspekte bis hin zur gesellschaftlichen und politischen Dimension weiten.
  • Interdisziplinarität
    Durch den interdisziplinären Austausch während des Studiums werden die Studierenden befähigt, im interdisziplinären und interprofessionellen Dialog zu analysieren, zu argumentieren und zu kommunizieren.
  • Integrative Kompetenz
    Den komplexen Fragestellungen im Gesundheits- und Sozialwesen ist weitaus eher gerecht zu werden, wenn der Experte/die Expertin das Praxisfeld kennt. Die Erstprofession vermittelt die entsprechende Feldkompetenz und schafft die Bezüge, um vernetzt kommunizieren und handeln zu können.

Das Studium der Ethik befähigt dazu, die sich stellenden Fragen und Probleme als ethische Auf gaben zu begreifen und zu bearbeiten. Der Ansatz dieses Studiengangs ist dabei insbesondere, vor dem Hintergrund eines christlichen Wertehorizonts, eine theologisch-ethische Orientierung in den Handlungsfeldern des Gesundheits- und Sozialwesens zu eröffnen.

Wir bieten

  • einen qualifizierten Weiterbildungsstudiengang, der einen intensiven Theorie-Praxis-Transfer beinhaltet
  • einen modularisierten Studiengang, der so organisiert ist, dass sich Beruf und Studium verbinden lassen
  • einen Studiengang, der akkreditiert und staatlich anerkannt ist
  • einen Studiengang, der im Einzelfall ein Studium auch in zeitlich gestreckter Form ermöglicht

Studieninhalte

Thematische Schwerpunkte sind:

  • Ethik im Kontext des Sozialwesens
  • Ethik im Kontext des Gesundheitswesens
  • Ethik in Führung und Management

Weitere Informationen

Studienvoraussetzung

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium z. B. in Pflege- und Gesundheitsstudiengängen, der Heilpädagogik, der Sozialen Arbeit, der Religionspädagogik, der Theologie, der Medizin, der Rechtswissenschaften oder ein anderer fachlich einschlägiger Studienabschluss
  • nachgewiesene Berufspraxis
  • erfolgreiche Teilnahme an einem persönlichen Auswahlgespräch

Studiendauer
drei Semester (60 Credit-Points, ECTS)

Studienabschluss
Mit dem Abschluss des Studiums wird der akademische Grad Master of Arts (M.A.) (Angewandte Ethik im Gesundheits- und Sozialwesen) verliehen. Absolventinnen und Absolventen von BA-Studiengängen benötigen für den M.A.-Abschluss 300 Credit-Points (ECTS).

Studienzeiten und Studienort
Die Lehrveranstaltungen finden in der Regel monatlich in Blöcken von jeweils vier Tagen (Donnerstag bis Sonntag) an der Katholischen Fachhochschule Freiburg statt.

Studiengebühren
1.500 EUR pro Semester (bzw. 250 EUR monatlich) inkl. aller Materialien, Anmelde- und Prüfungsgebühren (Gesamtkosten: 4.500 EUR). Es wird ein Studienvertrag abgeschlossen.

Studienbeginn
jeweils im Sommersemester

Bewerbung
Ihre Bewerbung richten Sie bitte schriftlich jeweils bis zum 15. November an die
Katholische Fachhochschule Freiburg, Prof. Dr. Erika Adam (tabellarischer Lebenslauf mit Bild, Beschreibung des Tätigkeitsbereichs, Abschlusszeugnis(se), Darstellung Ihrer Motivation für den Studiengang).

» Bewerbung und Zulassung

Download

Kontakt

Studiengangsleitung
Prof. Dr. Erika Adam (geb. Heusler)
Telefon +49 761 200-1541
adam@kfh-freiburg.de

Studiengangssekretariat
Doris Ortlieb
Telefon +49 761 200-1453
ethik@kfh-freiburg.de

 
 
 
 
2009, Katholische Fachhochschule Freiburg   |   Kontakt